Sonnenfinsternis 12.08.2026
Vor etwas mehr als einer Woche, am 12. August 2026, ereignete sich bei uns eine partielle Sonnenfinsternis. Diese schaute ich zusammen mit meinem Neffen an. Einzelne Phasen der Mondüberdeckung habe ich in einer Fotocollage zusammengeführt. Da die Sonnenfinsternis erst später am Abend stattfand, überdeckte der Mond die Sonne noch, während sie unterging. Dies ist im letzten Bild der Collage zu sehen.
Standort
Als Standort wählte ich einen erhöhten Platz außerhalb meines Wohnorts, da klar war, dass die Sonne tief am Horizont verlaufen wird und Häuser sie verdeckt hätten. Zum Schutz unserer Augen hatten wir Brillen dabei, die speziell zum Beobachten der Sonne gefertigt waren.
Vorgehen
Damit die Sonne den Sensor nicht beschädigt, befestigte ich die AstroSolar Safety Folie 5.0 von Baader Planetarium vor der Frontlinse des Objektivs.
Das Scharfstellen übte ich vorher. Der Autofokus war nicht zuverlässig. Deshalb stellte ich die Entfernung von Hand ein mit Hilfe der digitalen Sucherlupe. Das Einstellen auf den Sonnenrand fand ich weniger präzise als das Einstellen auf einen Sonnenfleck. Beim Klick auf das größere Galeriebild ist die Collage größer zu sehen und darauf sollten auch die Sonnenflecken gut zu erkennen sein (zumindest wenn der Browser das Bild nicht einpasst, sondern Pixel für Pixel zu 100 % anzeigt). Diese sind kein Sensorstaub!
Ich benutzte ein 300 mm-Teleobjektiv mit 1,4-fach-Konverter. Das ergibt 420 mm Brennweite und entspricht bei Kleinbild 840 mm. Damit habe ich eine einigermaßen große Abbildung der Sonne. Mir war dies wichtiger, als über Intervallaufnahmen die Sonnenbahn bezüglich der Erde festzuhalten. Dafür hätte ich eine Normalbrennweite benutzt. Da ich das Ereignis genießen wollte und nur nebenbei fotografieren, habe ich darauf verzichtet, ein zusätzliches Gehäuse mit dieser Brennweite mitzuführen.
Die Kamera habe ich auf ein Stativ mit Getriebeneiger befestigt. Damit konnte ich sie bequem dem Sonnenverlauf nachführen. Bei einem Kugelkopf ist mehr Anstrengung erforderlich und wenn man nicht aufpasst, ist bei der 100.000-fachen Abdunkelung durch die Folie bei einer so langen Brennweite mit engem Bildwinkel die Sonne nicht sofort wieder aufzufinden. Außerdem brauche ich beim Getriebeneiger das Objektiv nicht anzufassen, wobei die Entfernungseinstellung unter Umständen verändert werden könnte.
Die Belichtung habe ich manuell über eine Spotmessung der Sonne (mit aufgesetzter Sonnenschutzfolie) eingestellt und beibehalten. Die Blende war voll geöffnet. Hier würde die Expose to the Right-Belichtung keine Vorteile bringen, da die Sonne so viel heller als alles andere ist, dass keine Kamera annähernd den Kontrast bewältigen kann und außerdem war nichts Interessantes um die Sonne herum. Eine möglichst kurze Verschlusszeit ist bei dieser Brennweite von Vorteil. Trotzdem habe ich zusätzlich je ein Bild mit doppelt und halb so langer Verschlusszeit fotografiert. Als die Sonne tiefer am Horizont stand, hätte ich reichlicher belichten sollen, jedoch ließ sich das bei der RAW-Konvertierung korrigieren.
Den Weißabgleich habe ich auf Automatik belassen und auch bei der RAW-Konvertierung nicht modifiziert. So ist gut zu erkennen, wie die Sonne näher am Horizont röter erscheint.
Abbildung: Kameraufbau. Dieses Bild fotografierte ich mit dem Handy. Darauf sind die Kamera mit Teleobjektiv plus Sonnenschutzfilter zu sehen sowie das Stativ mit Getriebeneiger. Das Auto im Hintergrund benutzten weitere Zuschauer als Beobachtungsposten. Wir hatten Campingstühle dabei, aber häufiger stand ich neben der Kamera.
In den Diaschauen fehlen die Stichwörter, die das Bild beschreiben sowie Texte, die unter einigen Bildern stehen.
Vorschaubilder
Sie können jedes Bild durch Mausklick vergrößern. Ein Klick auf die Collage vergrößert das Bild noch einmal.
