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Dateisystem [Computerglossar]

Ein Dateisystem ermöglicht, dass eine Datei auf einem Speicher (Festplatte, CD-ROM, Diskette) gespeichert und gelesen werden kann unter Angabe einer Adresse (Pfad), die leicht zu verstehen ist und mit der sich Dateien (hierarchisch) organisieren lassen.

Ein Pfad unter Windows könnte sein: C:\Bilder\Baum.jpg, unter Unix /home/peter/Bilder/Baum.jpg.

Ein Speichermedium, zum Beispiel eine Festplatte, bietet Blockadressen an, in die geschrieben oder von denen gelesen werden kann. Man kann zum Beispiel sagen: Lies von Block 2700 bis 2812, schreibe in Block 8720 bis 8750.

Ein Dateisystem weiß bescheid, welche Blöcke auf einem Speichermedium belegt sind und auf die nicht mehr geschrieben werden darf, speichert weitere Informationen über eine Datei, zum Beispiel wem sie gehört, wer sie lesen darf, wann sie gespeichert wurde, wann zum letzten Mal gelesen oder geändert und anderes.

Was ein Dateisystem kann, ist verschieden. Das DOS-Dateisystem (FAT 16) kann beispielsweise nur Dateinamen mit höchstens 12 Zeichen (8 + "." + 3) verwalten, kennt keine Benutzer und weiß nicht, wann eine Datei zum letzten Mal gelesen wurde. Beim ext2-Dateisystem (Linux) kann ein Dateiname 256 Zeichen haben, es kennt Benutzer und so weiter.

Elmar Baumann, 31.07.1999

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